Mikrochip verständlich erklärt
Kann man einen Tierchip mit dem Handy auslesen?
Nein. Einen üblichen implantierten Tiertransponder kannst du nicht mit der Smartphone-Kamera und in der Regel auch nicht mit der NFC-Funktion des Handys auslesen. Dafür wird ein geeignetes Tierchip-Lesegerät benötigt.
Warum die Handykamera nicht funktioniert
Eine Kamera erkennt sichtbare Muster wie einen QR-Code. Der Tierchip liegt dagegen unter der Haut und sendet kein sichtbares Bild. Er ist ein passiver RFID-Transponder, dessen Identifikationsnummer mit einem passenden Funk-Lesegerät abgefragt wird.
RFID, NFC und QR-Code sind verschiedene Techniken
- Tiertransponder
- Ein implantierter passiver RFID-Chip nach dafür vorgesehenen Standards. Er benötigt ein kompatibles Lesegerät.
- NFC
- Eine Funktechnik, die viele Smartphones für kompatible NFC-Tags beherrschen. Daraus folgt nicht, dass das Handy Tiertransponder lesen kann.
- QR-Code
- Ein aufgedrucktes oder graviertes optisches Muster. Die Kamera erfasst es und öffnet beispielsweise eine Webadresse.
Wo wird ein Tierchip ausgelesen?
Tierarztpraxen, Tierheime und andere entsprechend ausgerüstete Stellen können einen Transponder prüfen. Auch einzelne Tierschutzorganisationen verfügen über Lesegeräte. Nach dem Auslesen muss die Nummer einem aktuellen Registereintrag zugeordnet sein, damit ein Halter kontaktiert werden kann.
Welche Information steckt im Mikrochip?
Der Chip dient als eindeutige Kennzeichnung und enthält eine Nummer, nicht automatisch Name, Telefonnummer, GPS-Position oder eine vollständige Krankenakte. Kontaktdaten werden bei einer Registrierung separat im jeweiligen Haustierregister gepflegt.
Warum ein QR-Anhänger trotzdem sinnvoll sein kann
Ein Finder sieht den Anhänger und kann den QR-Code sofort mit der Handykamera öffnen. PetCall ergänzt damit den implantierten Chip um einen direkt sichtbaren Kontaktweg. Der Anhänger kann jedoch verloren gehen; deshalb ist er kein Ersatz für Mikrochip und Registrierung.